24h durch die grüne Hölle bei Rad am Ring

„Die glorreichen Neun“

Am letzten Juliwochenende trafen sich neun unerschrockene Sportlerinnen und Sportler des Chariteam München in der Eifel, um erneut das 24 Stunden-Rennen beim Rad am Ring zu bestreiten.

Nach den Wetterkapriolen des Vorjahres hofften alle, dass Petrus in diesem Jahr ein Einsehen mit den Sportlerinnen und Sportlern haben wird. In der Eifel muss man aber mit allen Eventualitäten rechnen. Vor wenigen Wochen musste beispielsweise das 24-Stunden-Autorennen wegen Hagelschauern bereits nach einer Rennstunde unterbrochen werden.

Die Wettervorhersage für das Wochenende war eigentlich nicht so schlecht. Tatsächlich regnete es nur in der Nacht vom Freitag zum Samstag – und dann auch erst wieder nach dem Zieleinlauf des 24h Rennens. Diesen Regenguss haben dann somit die Profifahrer, die am neuen Rudi Altig Race teilnahmen, voll abbekommen. Sieger wurde übrigens Paul Voss, vom Team Bora-Argon 18, der sich nach einer 80 Kilometer dauernden Alleinfahrt als Solist durchsetzen konnte.

Nun aber zum 24h-Rennen…

Zum Start des 24h-Rennens schien die Sonne, bei etwas über 20 Grad Celsius – also bestem Radelwetter.

Das Chariteam München startete mit jeweils zwei Viererteams und Raphael nahm die Nordschleife wieder als Einzelstarter unter die schmalen Reifen. Das erste Team war ein Mixed-Team, bestehend aus Annette, Ines, Solveig und Reinhold. Dieses belegte in der Endabrechnung mit 21 gefahrenen Runden, den Gesamtrang 389. In der Altersklasse belegte das Team den Platz 44.

Das zweite Team, bestehend aus Dirk, Markus, Stephan und Thomas, kamen mit 24 Runden auf den Gesamtrang 212 und immerhin einen Platz vor dem Team „Kaffeefahrt“ ins Ziel. In der Altersklasse reichte es noch zum Platz 87.

Raphael fuhr erneut, wie im Vorjahr, 14 Runden und kam auf Rang 116 sowie in der Altersklasse auf den tollen Rang 28.

Glücklicherweise blieben alle sturzfrei. Lediglich Solveig wurde von einem unachtsamen Konkurrenten im Bereich der hohen Acht, wie auch zwei andere Sportler, in ihrer Fahrlinie behindert und musste am Steilstück absteigen und auf die Wiese ausweichen. Besagter Konkurrent war die Steigung in Schlangenlinien hochgefahren, weil wahrscheinlich auch bei ihm die Kräfte bereits nachließen.
Bis auf den Zeitverlust, hatte dies aber keine weiteren Folgen. Auch pannentechnisch gab es keine wesentlichen Probleme. Einmal gab es einen Kettenabwurf bei Anette, das war es dann auch schon.

Also, alles in allem, war es ein sehr schönes Rennwochenende mit einem gut funktionierenden Team, in dem sich alle verstanden haben. Ein besonderer Dank gilt noch der Schwester von Reinhold, die dem Team kostenfrei ihren Wohnwagen mit Vorzelt zur Verfügung stellte, so dass es sechs trockene Schlafplätze und genügend Platz zum Hinsetzen und Lagern der persönlichen Sachen gab.

Vorraussichtlich wird das Rennen im Jahr 2017 am 27.7. bis 28.7. stattfinden.

Gesucht wird dann noch eine Dame, die mindestens 44 Jahre alt ist. Der „schlaue Fuchs“ Reinhold hat festgestellt, dass in diesem Jahr ein reines Damenteam in der Altersklasse MAS3 gewertet worden wäre und diese Klasse als einziges Team gewonnen hätte. Also, wer „opfert“ sich? Faktisch muss nur eine Runde gefahren werden, um sicherzustellen, dass man in Wertung ist. Das wäre doch sicherlich ein schönes Ergebnis für das Chariteam München.

Nächstes Jahr wieder!
Markus G.

Veröffentlicht von Chariteam München

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