Leistungsdiagnostik mit Jürgen Trapp
München, 01.03.2009 / 07.03.2009
Katja Hohbein
Ein Stufentest auf dem Ergometer sollte eine erste Einschätzung der individuellen Leistungsfähigkeit ermöglichen. Jürgen Trapp, Chariteammitglied und Inhaber der Firma Sporteffekt, stellte uns seine trainingsdiagnostischen Kompetenzen als auch die für eine solche sportmedizinische Messung erforderlichen Geräte zur Verfügung.
Bei dem Laktatstufentest wurden über die Dauer von jeweils drei Minuten sich schrittweise steigernde Wattstufen auf einem Fahrradergometer mit einer Mindesttrittfrequenz von 70 Umdrehungen pro Minute gefahren. Nach Ablauf der drei Minuten wurde aus dem Ohrläppchen ein Tropfen Blut abgenommen und auf den Laktatgehalt getestet. So konnten das Leistungsvermögen im aeroben Bereich und die individuelle anaerobe Schwelle bestimmt werden. Letztere bezeichnet die Leistungsgrenze bei der es dem Körper gerade noch gelingt ein Gleichgewicht zwischen Laktatproduktion und Laktatabbau herzustellen (Steady-State). Sinn eines solchen Tests war es, das Training durch die aus den Ergebnissen abgeleitete Pulswerte möglichst effektiv gestalten und so künftig Über- als auch Untertraining vermeiden zu können.
Pro Teilnehmer dauerte der Test knapp 45 Minuten, anschließend wurden die Strapazen mit einer heißen Dusche sowie selbstgebackenem Kuchen und Tiramisu belohnt. Später erfolgte die Auswertung der Ergebnisse im individuellen Gespräch. Einige Chariteammitglieder hatten zuvor bereits an solchen Tests teilgenommen, hier lohnte sich auch der Blick auf frühere Ergebnisse für die Interpretation der aktuellen Messung.
Der Workshop diente manchen auch als individuelle Einführung in die Trainingslehre, GA1A und B, GA2, EB und KA sind schließlich keine alltäglichen Kürzel. Für die Trainingsplanung von Jedermännern und –frauen mit sportlichen Ambitionen neben dem eigentlichen Beruf sind solche Informationen aber sehr wichtig. Schließlich sollen der Sport und das Training mehr als nur den gewünschten Erfolg bringen. Eine realistische Einschätzung der individuellen Möglichkeiten betreffs Zeitaufwand und allgemeiner Belastbarkeit können Trainingsfrust vermeiden und den Spaß und die Freude, die der Radsport uns vermittelt, erhalten.
Wir bedanken uns also bei allen Teilnehmern, bei dem Testkoordinator Jürgen und seinem Diagnoserad "Daum", den fleißigen Bäckern sowie Martin, Nicole, Tina und Nick für's Parkett!



