Velonale München, ein schöner Tag!

München, 26.07.2009
Martin Stolzenburg

Für das Chariteam München war die Velonale in München eine sehr schöne und auch erfolgreiche Veranstaltung, das möchte ich gleich mal vorwegschicken. Hier mein Bericht.

Als „Heimrennen“ gedacht, haben es sich trotz vieler Unsicherheiten bis zum Schluss (u.a. gefährliche Schienen auf der Zielgeraden) eine große Anzahl der Teamfahrerinnen und –Fahrer nicht nehmen lassen bei der Velonale an den Start zu gehen. Wir waren auf allen angebotenen Distanzen vertreten, wobei die größte Anzahl der Teammitglieder auf der 60-km „Renner“-Distanz stolz in ihrer neuen Teambekleidung an den Start gegangen ist.

Für mich standen gleich zwei Starts auf dem Programm:
Um 11 Uhr war der Start für die Touring-Distanz. Es galt 2 Runden á ca. 20km zu absolvieren. In diesem Rennen war der Plan, meine Frau Nicole in meinem Windschatten auf eine gute Position zu fahren.
Dieses Vorhaben hat gut geklappt, nicht zuletzt weil nur wenige Starter auf Rennrädern unterwegs waren. Nachdem sich ein Feld von knapp einem Dutzend Fahrern abgesetzt hat, haben Nicole und ich einsam unsere beiden Runden als erste „Verfolgergruppe“ gefahren.
Eigentlich war es eher ein Zweierzeitfahren, wobei ich als Gentleman natürlich die ganze Zeit den Windschatten gespendet habe.
Erwartungsgemäß konnten wir das weitere Feld auf Abstand halten. Da in der ersten Gruppe keine Frau dabei war (das hatte ich beim Start wohlweislich beobachtet), ist Nicole dann als schnellste Frau durchs Ziel gefahren. Bei ihrem ersten Radrennen überhaupt, natürlich eine tolle Leistung für die es bei der späteren Siegerehrung eine schöne Trophäe aus Glas gab.

Die Siegerehrung der Touring-Strecke war noch im vollen Gange, da musste ich mich schon wieder für meinen zweiten Start vorbereiten.
Es stand das Mannschaftszeitfahren über 40km an. Gemeinsam mit Claus, Florian und Stephan wollten wir den anderen Teams zeigen, dass sich unsere Vorbereitungen (wir haben das Wechseln vorher zumindest zweimal geübt…) auch gelohnt haben. Als wir dann die anderen 4er Mannschaften mit ihren Zeitfahrmaschinen, Aero-Helmen und hautengen Anzügen gesehen haben, wurden unsere Erwartungen dann jedoch etwas kleiner. Unser Ziel bestand jetzt nur noch darin, nicht überholt zu werden…

Der Start von der Rampe hat gut geklappt, auch die erste Runde lief ganz gut. Eingangs der zweiten Runde waren wir plötzlich nur noch zu dritt. Das hohe Tempo hatte einen von uns zurückfallen lassen. Und wenn man erst mal aus dem Windschatten der anderen Fahrer raus ist, hat man fast keine Chance mehr. Da wir drei übrigen Fahrer aber nicht ohne weiteres die letzten 20km alleine fahren wollten, haben wir gewartet um zumindest zu erfragen, ob es mit einer kleinen Pause wieder ginge. Nein, nein, wir sollten weiterfahren, es ging nicht mehr, war die Antwort.
Etwas frustriert, dass die „Arbeit“ jetzt zu dritt geleistet werden muss und alle drei verbleibenden Fahrer für eine Wertung ins Ziel kommen müssen, haben wir dann wieder beschleunigt. Ich befürchtete, dass ich als Bremsklotz für die beiden anderen werden würde, denn langsam machte sich mein erstes Rennen bemerkbar. Beim zweiten Wechsel zurück nach hinten traute ich fast meinen Augen nicht: wir waren doch wieder zu viert! Prima!

Nach dieser kleinen „Erholungspause“ konnten wir wie geplant die letzte Runde schön regelmäßig zu viert wechseln. Die letzten 3 km habe ich die Jungs dann ziehen lassen, so war es auch abgesprochen. Ich war froh, meinen Beitrag trotz vorheriger Teilnahme bei der Touring-Strecke geleistet zu haben, auch wenn unser Ziel nicht überholt zu werden, nicht erreicht wurde.
Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt leider die Zeitnahme. Wie wir später in der Ergebnisliste sehen konnten, wurde die Zeit von Flo und mir völlig falsch gewertet, so dass wir als letztes Team und ich sogar als langsamster Fahrer von allen geführt wurden. Da es Zielfotos von der Ankunft der drei anderen Fahrer gibt, besteht kein Zweifel daran, dass wir mit gut 55 Minuten einen ehrbaren 6. Platz bei 10 Teams geschafft haben.
So konnten wir auch den zweiten Chariteam-4er auf den (internen) zweiten Platz verweisen. Denis, Nick, Volker und Christian hatten sich nach einem harten 60-km-Rennen spontan zur Rennteilnahme entschieden. Sie sind auch nicht die Letzten gewesen, sondern immerhin auf Platz 8 gelandet.

Apropos Platzierung: unsere Webmasterin Nicole hat schon wieder einen Podiumsplatz erreicht. Sie ist zweitschnellste Frau bei den 60 km geworden und kann sich auch eine schöne Glastrophäe in den Schrank stellen.

Nachdem alle Rennen „durch“ waren, gab es für die Chariteamler noch ein weiteres Highlight.
Nicht nur die TOUR, die seit Anbeginn unser Medienpartner ist, sondern auch das im Internet erscheinende Challenge-Magazin hatten Ihre Fotografen geschickt, um die ersten offiziellen Bilder von unserer neuen Teambekleidung zu machen.
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir vor dem Eingang der Bike Expo mit 25 Teammitgliedern ein tolles Motiv geboten. Auf der Online-Plattform der TOUR ist schon ein Bericht über uns erschienen (siehe hier unter „News“).

Abschließend kann ich nur sagen, dass die Entwicklung dieses Projektes mir eine große Freude ist. Das Design und die Qualität der Teamkleidung hat tollen Zuspruch erfahren, VIELEN DANK an Jürgen Weltin und an SUGOI. Alle tragen stolz Ihr neues Outfit und man freut sich, im Fahrerfeld schnell die „Kollegen“ zu entdecken.
Außerdem können wir mit dem einheitlichen Erscheinungsbild endlich auch die z.T. etwas ins Hintertreffen geratene Charity weiter forcieren. Auf unseren Trikots ist die Charity-SMS Nr. 81190 gedruckt. Wenn eine SMS mit dem Stichwort HORIZONT geschickt wird, bekommt HORIZONT einen Betrag von 4,82 Euro gutgeschrieben. Mit dieser SMS haben wir die Möglichkeit, auch auf dem Rennrad Spenden zu generieren. Wir werden aktiv andere Radler ansprechen, um möglichst viele SMS geschickt zu bekommen.

Im Zusammenhang mit Aktionen für HORIZONT danken wir auch unserem Partner ALPINA, der uns Helme für die Kinder im HORIZONT-Haus geschickt hat. Außerdem konnten wir Rema TipTop als neuen Partner gewinnen. Mit den Reparatur- und Flicksets werden wir bald den Kindern das Reparieren eines Rades beibringen.

Nicht zuletzt freue ich mich sehr über die neue Kooperation mit PG-Bikes aus Regensburg. Von diesem, bereits mehrfach ausgezeichneten Hersteller erhalten wir sog. Cruiserbikes. Diese Cruiser zeichnet eine extreme Auffälligkeit aus. Damit wollen wir bei Rennen ins Gespräch kommen. Ein Hingucker sind Cruiser allemal. Weitere Aktionen sind geplant…

Den perfekten Abschluss dieses wunderschönen Tages war das gemeinsame Grillen in Ismaning. Nicole und Ralf hatten das Team zu sich eingeladen. Jeder hat etwas mitgebracht und so wurde die Teambildung in einem schönen Rahmen weiter voran gebracht.

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