Rad am Ring 2015 – Chariteam München rockt den Ring

Sir Jackie Stewart gab der Nürburgring Nordschleife den Spitznamen, „Grüne Hölle“. Die Rennstrecke gilt aufgrund ihrer Länge von etwa 25 km und der Topographie als eine der schwierigsten Rennstrecken auf der Welt. Pro Runde sind etwas mehr als 500 Höhenmeter zu überwinden. Der Streckenabschnitt zwischen der Kurve “ Ex-Mühle“ bis zur „Hohen Acht“ ist der Scharfrichter. Hier zeigt sich, wer im Vorfeld gut trainiert hat. Auf etwa vier Kilometern Länge steigt die Strecke stetig an und saugt einem die letzte Kraft aus den Beinen. Das Finale bildet dann die „Hohe Acht“, die mit Steigungsprozenten bis etwa 18 Grad aufwartet.

Das Alles wäre ja nicht schon schwierig genug, wenn nicht noch das unkalkulierbare Eifelwetter dazukommen würde.

Am Freitag war das Wetter traumhaft schön, so dass ich noch eine schöne „Anschwitzrunde“ um die historische Nürburg unternehmen konnte.

Für den Samstag waren bereits Regenschauer und Sturmböen angesagt. Zum Frühstück empfing mich blauer Himmel und Sonnenschein. Sollten sich die Wetterfrösche geirrt haben?

Wie sich etwas später herausstellte, bestätigten sich alle Prognosen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Schließlich waren wir ja in der Eifel.

Aufgrund der extrem schlechten Witterungsbedingungen, vor allem wegen der unkalkulierbaren Sturmböen, wurde der Start aller Rennen zunächst auf 16:00 Uhr verschoben. Da sich die Großwetterlage nicht wesentlich änderte, erfolgte eine weitere Verschiebung auf 20:00 Uhr. Die geplanten GCC Rennen konnten somit nicht durchgeführt werden. Dies betraf dann Marco, Johannes und Stephanie.

Die 24h-Teilnehmerinnen und -teilnehmer harrten bei Wind und Kälte aus und versuchten sich die Zeit so gut es ging zu vertreiben. Eine beliebte Übung war das Sichern der Zelte und Pavillons. Daneben blieb aber auch genug Zeit zum Quatschen und gegenseitigen Kennenlernen.

Pünktlich gegen 20:00 Uhr sollte es dann doch mit dem verkürzten 24h-Rennen los gehen. Es standen nun aber immer noch gut 17 Stunden auf der Uhr. Der Wind hatte sich zumindest soweit beruhigt, dass die starken Böen nicht mehr auftraten. Zeitweise blinzelte die Abendsonne durch die Wolken. Die Strecke war trocken und sollte es auch für den Rest des Rennens bleiben.

Zum Sonntag verbesserte sich das Wetter und diejenigen, die das Glück hatten gerade auf ihrer Runde zu sein, konnten einen schönen Sonnenaufgang erleben.

Rafael, der das Rennen als Einzelstarter in Angriff genommen hat, erreichte mit 14 Runden einen beachtlichen 40. Platz. Etwa 540 Einzelstarter nahmen die Herausforderung an. Dabei hatte er etwa 360 Kilometer zurückgelegt und gut 7.000 Höhenmeter überwunden.

Das Damenteam mit Claudia, Lisa, Andrea und Angela belegte mit 13 gefahrenen Runden, Platz 16.

Das Mixed-Team mit Ines, Solveig, Ronny und Marc kam auf Platz 365, mit 15 Runden, ins Ziel.

Die beiden Herrenteams mit Volker, Dirk Kersten und Stefan Müller sowie Martin, Markus, Stefan Zagel und Dirk Voges erreichten die Plätze 290 und 111, mit 16 bzw. 18 gefahrenen Runden.

Alle Fahrerinnen und Fahrer sind zwar geschafft, aber glücklicherweise ohne Blessuren durch das Rennen gekommen. Auch der „Defektteufel“ hat alle verschont.

Jetzt gilt es die Form über den Winter zu retten und die „Grüne Hölle“ im nächsten Jahr erneut zu bezwingen. Schlechter kann das Wetter ja nicht mehr werden, außer es schneit. Dann müssen wir halt auf Mountainbikes starten ;).

Veröffentlicht von Chariteam München

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