Tour d’Energie Göttingen unser Auftakt in die German Cycling Cup Saison

Nach 2014 startete ich zum zweiten mal bei der Tour d’Energie und das erste Mal in den Farben des Chariteams München. Aus der Anmeldeliste hatte ich gesehen, dass sich noch einige andere Fahrer angemeldet hatten. Martin hatte per Facebook noch einen Startplatz ergattert und startete mit mir im Block E. Außerdem nahm noch Marko am 100 km Rennen teil. Er startete aus Startblock B.

Die Wetterprognose war nicht eindeutig. Manche Dienste vermeldeten im Vorfeld lediglich einen bedeckten Himmel. Andere vermeldeten auch Gewitter. Naja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Schon bei der Anreise nach Göttingen, wurde ich auf der Autobahn von zwei kurzen Regenschauern erwischt. Ansonsten sah man aus Westen kommend, tiefe dunkle Wolken aufziehen, die nichts Gutes verhießen. Zum Start lockerte die Wolkendecke dann tatsächlich etwas auf und die Sonne blinzelte durch. Die Temperaturen waren schlagartig angenehmer, so dass ich zunächst überlegte, ob ich die Regenjacke und die Arm- und Beinlinge im Auto lasse. Irgendeine Eingebung stimmte mich aber doch um. Dies sollte sich im Verlauf des Rennens, als Glücksgriff herausstellen.

Martin bot mir an, seinen Windschatten zu nutzen. Dieses Angebot nahm ich natürlich dankend an. Leider funktionierte dies nur auf den ersten Kilometern, weil das Tempo dann doch etwas zu ambitioniert für mich war. Einige Gegenwindabschnitte machten mir in der ersten Rennhälfte auch zu schaffen. Da sollte sich dann wohl der Trainingsrückstand aus dem Winter bemerkbar machen. Leider verhagelten zwei Krankheiten meine Saisonvorbereitung. Davon abgesehen, wäre eine Zeit unter drei Stunden, aber auch so schwer möglich gewesen.

Ich habe zunächst versucht eine Gruppe zu finden, in der ich mich verstecken konnte. Die ersten zwei Anstiege bin ich dann auch eher verhalten angegangen, da ich vom Vorjahr wusste, dass das berühmte dicke Ende, nämlich der hohe Hagen, noch kommen sollte.

Das Wetter spielte in der ersten Rennhälfte auch gut mit. Zunächst schmorte ich sprichwörtlich, im eigenen Saft. Auf der Anfahrt zum hohen Hagen änderte sich das Wetter allerdings schlagartig und sollte auch bis zum Ziel so bleiben. Die Temperatur ging merklich zurück und es kam zu gewittrigen Regenschauern. Nun war ich froh, die Regenjacke zu haben. Martin berichtete mir später, dass er am hohen Hagen angehalten hatte und sich dann ebenfalls seine Regenjacke angezogen hatte.

Meine Zeit vom Vorjahr konnte ich leider nicht verbessern, u.a. auch weil ein Fahrer durch eine blöde Unachtsamkeit meinerseits zu Sturz kam. Glücklicherweise passierte dies bei geringer Geschwindigkeit und er konnte das Rennen fortsetzen. Ich habe natürlich sofort angehalten und mich nach seinem Wohlergehen erkundigt. Damit war das Rennen für uns beide gelaufen und ich hatte eigentlich auch keine richtige Lust mehr weiterzufahren. Letztlich kam ich mit knapp vierzig Minuten Rückstand auf die Siegerzeit ins Ziel.

Martin war etwa fünf Minuten schneller, konnte seine Zeit vom Vorjahr aber leider auch nicht bestätigen.

Marco belegte mit etwa sechseinhalb Minuten Rückstand auf die Siegerzeit, einen beachtlichen 105. Gesamtplatz. Insgesamt gingen etwas mehr als 1.900 Jedermänner und – frauen auf die lange Strecke.

Veröffentlicht von Chariteam München

[userpro template=card user=author]