Mal was ohne Rennrad, aber trotzdem Charity – Wings for Life World Run 2015

Kaum ist eine Woche seit der Tour d’Energie in Göttingen vergangen, wartete schon das nächste Großereignis auf mich. Samstags ging es mit dem Zug in Richtung Darmstadt zum Wings for Life World Run, der am Sonntag (3.5.) starten sollte.

Die Wings for Life Stiftung wurde nach zwei familiären Schicksalsschlägen vom ehemaligen östereichischen Enduroprofi, Heinz Kinigadner und dem Red Bull Boss, Dietrich Mateschitz gegründet. Der Bruder von Heinz Kinigadner und sein Sohn, die ebenfalls Enduromotorad gefahren sind, erlitten beide Querschnittslähmungen. Die Stiftung sammelt Spendengelder um Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen. 100 % der Startgelder des Wings for Worls Runs, gehen in die Forschung ein. Die Verwaltungskosten der Stiftung, trägt zu 100% die Firma Red Bull.

Die Besonderheit des Laufes ist, dass dieser weltweit an verschiedenen Orten ausgetragen wird. Neben Darmstadt, gab es noch einen Lauf in München (ich komm da am Ende nochmal drauf zurück). Alle Läuferinnen und Läufer starten zur exakt gleichen Zeit. In Mitteleuropa war der Start auf 13:00 Uhr angesetzt. Das bedeutet, dass auf anderen Kontinenten, die Läuferinnen und Läufer in der Nacht loslaufen mussten. Eine halbe Stunde nach dem Start, setzen sich dann ebenso zeitgleich die sogenannten Catcher-Car’s in Bewegung. Diese sind mit Antennen ausgestattet und folgen den Läufern, mit exakt vorgegebenen Geschwindigkeiten. Mit zunehmernder Laufdauer erhöhen die Catcher-Car’s ihre Geschwindigkeit, so dass irgendwann alle Läuferinnen und Läufer eingeholt sind. Gewonnen hat die Läuferin oder der Läufer, der dann eben am weitesten gekommen ist.

Nein, ich war das nicht. Mein ursprüngliches Ziel lag bei 25 km. Netterweise gab es auf der Internetseite (www.wingsforlifeworldrun.com) eine kleine App, mit der man seinen Schnitt berechnen konnte. Um das Ziel zu erreichen, hätte ich einen Kilometerschnit von 5:04 Minuten laufen müssen. Da meine Bänderverletzung am Fuss immer noch nicht ganz ausgeheilt war, war mir klar, dass dies nicht zu packen sein wird. Also musste ich mein Ziel etwas runterschrauben und strebte zumindest die 20 Kilometermarke an. Es sind dann em Ende 21,95 Kilometer geworden. Das 22 Kilometerschild war schon in Sichtweite.

Lemawork Ketema siegte weltweit zum zweitem Mal und schaffte fast 80 Kilometer. er lief in St. Pölten in Österreich. Insgesamt sind wohl knapp etwas über 101.000 Menschen auf die  Strecke gegangen. Im Ziel bin ich irgenwo auf latz 12180 gelandet, was damit nominell mein bestes Ergebnis werden sollte. An Spendengelder sind wohl knapp 4,5 Millionen Euro zusammengekommen. wer keinen Startplatz ergattern konnte, hatte die Möglichkeit, über einen sogenannten Selfie-Run teilzunehmen. Dazu musste eine App auf das Smartphone geladen werden.

Der Termin für das kommende Jahr steht bereits fest. Der 3. World Run wird am 8. Mai 2016 stattfinden. Die Austragungsorte sind offensichtlich wieder Darmstadt und München, da es bereits möglich ist, sich über die Internetseite vorzuregistrieren. Vielleicht hat noch jemand Lust, an der Veranstaltung teilzunehmen. Ihr könnt euch dies ja mal gern vormerken. Ich überlege dann auch in München zu starten. Wäre doch toll, wenn wir eine Laufgruppe zusammenkriegen würden. Das schöne an dem Lauf ist ja, dass sich jeder sein Ziel selbst geben kann.

Nächstes Saisonhighligt soll dann das 24h-rennen beim Rad am Ring werden. Wir sehen uns in der Eifel!

Markus

Veröffentlicht von Chariteam München

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